- Nationalität
- Französisch
- Geboren
- 26.02.1958
Michel Houellebecq, geboren 1956 oder 1958 auf der Insel Réunion, ist einer der einflussreichsten und kontroversesten französischen Schriftsteller der Gegenwart. Nach einem Studium der Agronomie und einem unvollendeten Filmstudium arbeitete er zunächst als Programmierer und im Landwirtschaftsministerium, bevor er sich der Literatur widmete. Seine Karriere begann in den 1980er-Jahren mit Gedichten in Bänden wie Rester vivant und La Poursuite du bonheur sowie dem Essay über H.P. Lovecraft.
Sein Romandebüt Ausweitung der Kampfzone (1994) machte ihn bekannt, gefolgt von Bestsellern wie Elementarteilchen (1998), Plattform (2001), Die Möglichkeit einer Insel (2005), Karte und Gebiet (2010, Prix Goncourt) und Unterwerfung (2015). Seine Werke thematisieren oft Entfremdung, Sexualität, Konsumgesellschaft und gesellschaftlichen Verfall. Explizite LGBT-Bezüge fehlen, doch seine provokanten Darstellungen von Beziehungen und Sexualität regen Debatten über Geschlechterrollen und Homosexualität an. Houellebecq lebt heute in Irland und auf Lanzarote und gilt als meistgelesener französischer Autor seiner Generation.