Das Buch hat keine primäre LGBT-Relevanz. Der Roman konzentriert sich auf heterosexuelle Beziehungen und Sextourismus, behandelt aber grundsätzlich Themen von Sexualität und körperlicher Leidenschaft.
Michel Houellebecqs Roman "Plattform" erzählt die Geschichte des 40-jährigen Pariser Kulturbeamten Michel, dessen Leben von Einsamkeit und sexueller Frustration geprägt ist. Nach dem Tod seines Vaters erbt er Geld und lernt auf einer Urlaubsreise die erfolgreiche Tourismusmanagerin Valérie kennen. Zusammen entwickeln sie ein revolutionäres Geschäftskonzept: Sie wollen Sextourismus-Clubs als Urlaubsresorts vermarkten und verbinden dabei westliche Wohlstandsgesellschaft mit sexuellen Dienstleistungen aus ärmeren Ländern. Michel und Valérie verlieben sich ineinander und erleben kurzzeitig echtes Glück. Doch dieses Glück wird jäh zerstört, als islamistische Terroristen einen Anschlag auf die Ferienanlage in Thailand verüben. Der Roman wurde als prophetisch wahrgenommen, da er kurz vor dem 11. September 2001 erschien und Terroranschläge auf Touristen thematisiert. Houellebecq schrieb damit seinen ersten Liebesroman, der zugleich eine düstere Gesellschaftskritik darstellt.
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