- Nationalität
- Französisch
- Geboren
- 13.07.1935
Monique Wittig (1935–2003) war eine einflussreiche französische Schriftstellerin, Feministin und Theoretikerin, die sich intensiv mit der Auflösung von Geschlechterkategorien auseinandersetzte. Geboren im elsässischen Dannemarie, debütierte sie 1964 mit dem Roman L’Opoponax, der den Prix Médicis gewann und von Marguerite Duras als Meisterwerk gelobt wurde. Das Werk schildert die Kindheit eines Mädchens in ländlichem Frankreich.
Ihre weiteren Romane wie Les Guérillères (1969), eine utopische Vision unabhängiger Frauen, und Le Corps Lesbien (1973, dt. Aus deinen zehntausend Augen, Sappho), ein experimenteller Liebesgesang auf den lesbischen Körper, prägten die feministischen und lesbischen Bewegungen der 1970er Jahre. Wittig proklamierte: „Lesben sind keine Frauen“ und kritisierte Heterosexualität als politisches System. Ab 1976 lebte sie mit ihrer Partnerin Sande Zeig in den USA, wo sie lehrte und Essays zu Queer-Theorie verfasste, gesammelt in The Straight Mind (1992), die Judith Butler beeinflussten. Gemeinsam produzierten sie 2001 den Film The Girl. Wittigs Werk bleibt ikonisch für die Debatte um Gender und Queerness.