- Autor
- Monique Wittig, geb. 1935
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 1969
- Seiten
- 144
- ISBN
- 9782707300423
„Les Guérillères“ von Monique Wittig, erstmals 1969 veröffentlicht, ist ein radikaler feministischer Roman, der eine Gruppe kriegerischer Frauen in den Mittelpunkt stellt. Diese „Guérillères“ führen einen Aufstand gegen das Patriarchat und errichten einen separatistischen Frauenstaat, der an die Mythologie der Amazonen anknüpft. In kurzen, fragmentarischen Szenen beschreibt Wittig ihr Leben während und nach dem Kampf: von der Zerstörung patriarchaler Symbole bis hin zur Neuschaffung einer eigenen Sprache und Mythologie. Die Erzählung ist utopisch und ironisch zugleich, sie entwirft eine Welt, in der Frauen ihre Stärke, Wut und Kraft entfalten, während die alte Ordnung ins Chaos stürzt.
Der **LGBT-Bezug** ist zentral, da Wittig als Pionierin des lesbischen Feminismus gilt. Das Buch feiert weibliche Autonomie und lesbische Beziehungen, lehnt die binäre Geschlechterordnung ab und schafft eine Sprache, die das Maskuline eliminiert. Es beeinflusste die queere Literatur nachhaltig und wird als Manifest für lesbische Emanzipation gesehen, das utopisches Denken in einer Frauenstadt ermöglicht.
Queerer Bezug: „Les Guérillères“ ist ein Meilenstein des lesbischen Feminismus, in dem Monique Wittig einen Frauenstaat mit lesbischen Beziehungen und einer patriarchatsfreien Sprache entwirft. Es lehnt die Kategorie „Frau“ im heteronormativen Sinne ab und feiert weibliche Autonomie als queere Utopie.