- Nationalität
- Britisch
- Geboren
- 12.08.1880
Marguerite Antonia Radclyffe-Hall, besser bekannt als Radclyffe Hall, war eine einflussreiche britische Schriftstellerin und Pionierin der lesbischen Literatur. Geboren am 12. August 1880 in Bournemouth, trat sie früh in die literarische Szene ein und veröffentlichte zwischen 1906 und 1915 mehrere Gedichtbände. Ihr Debütroman The Unlit Lamp erschien 1924 und thematisierte bereits subtile queere Beziehungen.
Ihr größter Erfolg war der Roman Quell der Einsamkeit (Original: The Well of Loneliness, 1928), der das Leben der lesbischen Protagonistin Stephen Gordon schildert. Das Werk plädiert für die Akzeptanz von Homosexualität als natürlichen Zustand und wurde in Großbritannien als obszön verboten, was Hall zu einer Symbolfigur der LGBT-Bewegung machte. In einer langjährigen lesbischen Partnerschaft mit der adligen Una Troubridge lebend, nutzte sie ihre Position, um für Toleranz einzutreten. Weitere Erfolge wie Adam’s Breed (1926), das Preise gewann, unterstrichen ihre Karriere. Radclyffe Hall starb 1943 in London und hinterließ ein bleibendes Vermächtnis in der queeren Literatur.