- Nationalität
- Österreichisch
- Geboren
- 01.01.1962
Robert Pfaller, geboren 1962 in Wien, ist ein österreichischer Philosoph und Autor, der sich mit Kulturtheorie, Psychoanalyse und gesellschaftlichen Phänomenen auseinandersetzt. Er studierte Philosophie in Wien und Berlin und hielt Gastprofessuren in Chicago, Berlin, Zürich und Straßburg. Pfaller war Professor für Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz, an der Technischen Universität Wien sowie von 2009 bis 2014 an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit 2019 lehrt er wieder an der Kunstuniversität Linz.
Bekannt wurde er durch seine Theorie der Interpassivität, die das delegierte Genießen beschreibt, wie etwa das Aufnehmen von TV-Sendungen, um sie nicht selbst erleben zu müssen. Zu seinen einflussreichen Werken zählen 'Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie' (2011), 'Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft' (2008), 'Erwachsenensprache' (2017) und 'Zwei Enthüllungen über die Scham' (2022). Pfaller kritisierte neoliberale Askese und gründete die Initiative 'Adults for Adults'. Als Mitglied der Wiener Forschungsgruppe 'stuzzicadenti' (1999–2022) befasste er sich mit Psychoanalyse, Sexualität, Normalität und gesellschaftlichen Normen, was queere und kritische Perspektiven aufklärt, ohne expliziten LGBT-Bezug.