Ursula K. Le Guin

Nationalität
Amerikanisch
Geboren
21.10.1929

Ursula K. Le Guin, geboren am 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien, als Ursula Kroeber, wuchs in einer akademischen Familie auf. Ihre Eltern, der Anthropologe Alfred Kroeber und die Schriftstellerin Theodora Kroeber, prägten ihr Interesse an Kulturen und Geschichten. Sie studierte Literatur und Geschichte in Cambridge und New York, heiratete den Historiker Charles A. Le Guin und zog mit ihm nach Portland, Oregon, wo sie drei Kinder großzog.

Le Guin begann in den 1960er-Jahren zu publizieren und revolutionierte Science-Fiction und Fantasy. Bekannt wurde sie durch den Hainish-Zyklus, insbesondere Die linke Hand der Dunkelheit (1969), das mit Hugo- und Nebula-Award ausgezeichnet wurde und Geschlechterrollen thematisiert – ein Werk mit starkem Bezug zu queerer Literatur, da es eine ambisexuelle Gesellschaft ohne feste Geschlechter beschreibt. Ebenso einflussreich sind Die Entzauberte und der Erdsee-Zyklus mit dem Zauberer Ged. Ihre utopischen Romane wie Die Enteigneten kritisieren Kapitalismus, Patriarchat und Umweltzerstörung.

Als Pionierin feministischer SF erhielt sie zahlreiche Preise und wurde 2017 in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. Le Guin starb am 22. Januar 2018 in Portland. Ihre Werke bleiben zeitlos und inspirieren zu neuen Perspektiven auf Identität und Gesellschaft.

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