Die linke Hand der Dunkelheit

Autor
Ursula K. Le Guin, geb. 1929
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1969
Seiten
304

Die linke Hand der Dunkelheit ist Ursula K. Le Guins bahnbrechendes Science-Fiction-Meisterwerk von 1969. Der terranische Abgesandte Genly Ai wird auf den Eisplaneten Gethen entsandt, um dessen androgyne Bewohner zum Beitritt in die intergalaktische Ökumene zu bewegen. Doch die politischen Spannungen zwischen den Königreichen Karhide und Orgoreyn erschweren seine Mission erheblich. Als sein wichtigster Verbündeter, der Premierminister Estraven, des Verrats beschuldigt wird, muss Genly sich entscheiden, wo seine Loyalität liegt. Gemeinsam unternehmen die beiden eine lebensgefährliche Flucht über das ewige Eis, die ihre anfängliche Skepsis in tiefe Freundschaft verwandelt. Der Roman erforscht durch sein Gedankenexperiment einer geschlechtslosen Gesellschaft fundamental die Rollen der Geschlechter und ihre Auswirkungen auf Kultur, Macht und menschliche Beziehungen.

Queerer Bezug: Der Roman ist ein Klassiker der LGBT-Literatur und gilt als der bedeutendste Science-Fiction-Roman über Sexualität und Geschlechterrollen. Die androgyne Bevölkerung des Planeten Gethen, die während der Kemmer-Phase ein Geschlecht annimmt, ermöglicht eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung und der Konstruktion von Geschlechternormen.