Violette Leduc

Nationalität
Französisch
Geboren
07.04.1907

Violette Leduc (1907–1972) war eine französische Schriftstellerin, die für ihre schonungslos autobiografischen Werke bekannt ist. Als uneheliche Tochter eines Dienstmädchens und eines wohlhabenden Vaters, der sie nie anerkannte, wuchs sie in ärmlichen Verhältnissen auf. In ihrer Jugend entwickelte sie lesbische Beziehungen, darunter eine intensive neunjährige Partnerschaft mit der Musiklehrerin Denise Hertgès, was zu Schulverweisen führte.

Nach einer kurzen, unglücklichen Ehe und Jobs als Telefonistin und Sekretärin begann sie 1938 zu schreiben, ermutigt von Maurice Sachs. Ihr Debütroman L'Asphyxie (1948) folgte, doch der Durchbruch kam 1964 mit der Autobiografie La Bâtarde (Die Bastardin), vorwortlich unterstützt von Simone de Beauvoir. Bekannte Werke wie Ravages (Verwüstungen, 1954) thematisieren tabubezogene Themen wie Abtreibung, weibliche Sexualität und Lesbensex. Leduc schrieb leidenschaftlich über unerwiderte Liebe zu Beauvoir und homosexuellen Männern, galt als Wegbereiterin feministischer Literatur und wurde von Camus, Genet und Sarraute gelobt. Ihr Leben inspirierte 2013 den Film Violette.

Bücher