Thérèse und Isabelle

Autor
Violette Leduc, geb. 1907
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1966
Seiten
160

"Thérèse und Isabelle" von Violette Leduc erzählt die leidenschaftliche Liebesgeschichte zweier Schülerinnen in einem katholischen Internat in Nordfrankreich. Thérèse, die Erzählerin, verliebt sich unmittelbar in die selbstbewusste Isabelle. In den Nächten treffen sie sich heimlich, erkunden ihre Körper und geben sich einer intensiven, sinnlichen Liebe hin, die von Verlangen, Entdeckung und Ekstase geprägt ist. Die Handlung umfasst nur wenige Tage und Nächte, in denen die Mädchen ihre aufkeimende Sexualität entdecken, fernab von gesellschaftlichen Normen.

Der **LGBT-Bezug** liegt in der expliziten Darstellung einer lesbischen Beziehung, die autobiografisch inspiriert ist und mit roher, unzensierter Sprache geschildert wird. Lange Zeit zensiert, erschien die Originalfassung erst 2000 und gilt als Meilenstein feministischer und queerer Literatur. Simone de Beauvoir lobte ihren Stil, doch das Werk löste Skandale aus. Es thematisiert weibliche Lust und Tabubruch, was es zu einem unverzichtbaren Klassiker macht, der die Intimität zwischen Frauen feiert und gesellschaftliche Repressionen entlarvt.

Queerer Bezug: Das Buch beschreibt explizit die leidenschaftliche lesbische Liebe zweier Internatsschülerinnen und gilt als Meilenstein queerer Literatur. Es bricht mit Tabus der weiblichen Homosexualität durch seine autobiografisch geprägte, unzensierte Darstellung sinnlicher Intimität.