Yukio Mishima, geboren als Hiraoka Kimitake, war einer der einflussreichsten japanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er schrieb Romane, Dramen, Essays, Gedichte und Drehbücher und wurde mit 24 Jahren durch seinen halbautobiografischen Roman Bekenntnisse einer Maske berühmt. Darin thematisiert er die Entdeckung und das Verbergen der Homosexualität eines jungen Mannes, was einen zentralen LGBT-Bezug in seinem Werk darstellt. Weitere bekannte Werke sind Der Goldene Pavillon, Kyōkos Haus und der autobiografische Essay Sonne und Stahl, in dem er seine intensive Auseinandersetzung mit Körperkult, Bodybuilding und Kampfkunst reflektiert.
Mishima war nicht nur Autor, sondern auch Schauspieler, Regisseur und Model. Politisch radikalisierte er sich als Ultranationalist und gründete eine paramilitärische Gruppe. Am 25. November 1970 versuchte er einen Putsch zugunsten des Kaisers, scheiterte und beging vor den Augen seiner Mitstreiter rituellen Seppuku-Selbstmord. Sein Leben und Werk verbinden Schönheit, Tod und eine ambivalente Haltung zur Sexualität, die ihn zu einer ikonenhaften Figur macht.
Bücher
Der Roman thematisiert offen die homoerotische Entwicklung des Protagonisten und seinen inneren Konflikt mit der gesells...
Das Buch thematisiert offen männliche Homosexualität als zentrale Handlungselement, indem der Protagonist Yuichi als unb...
Das Werk enthält homoerotische Subtexte und wird in der Literaturwissenschaft als Ausdruck von Mishimas eigener Auseinan...