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Alexander

Alexander
Buch · Roman
1929 · 256 Seiten

Der Roman beleuchtet die homoerotische Beziehung zwischen Alexander und Hephaistion als Symbol für Freiheit und Liebe jenseits gesellschaftlicher Normen. Diese Darstellung spiegelt Klaus Manns eigene queere Erfahrungen wider und kritisiert starre Geschlechterrollen.

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Klaus Manns Roman „Alexander. Roman der Utopie“ aus dem Jahr 1929 erzählt die epische Lebensgeschichte Alexanders des Großen, des makedonischen Königs, der als Zwanzigjähriger nach der Ermordung seines Vaters Philipp II. die Macht übernimmt. Auf Geheiß seiner Mutter Olympias zieht er aus, um Asien zu erobern und ein Weltreich der Freiheit und Liebe zu schaffen – eine utopische Vision, die Ost und West vereinen soll. Der Roman schildert Alexanders triumphalen Feldzüge von den ägyptischen Wüsten bis zum Indus, seine Kämpfe gegen Widerstände und innere Konflikte, die letztlich zum Scheitern seiner Ideale führen.

Der **LGBT-Bezug** wird durch die enge, intime Beziehung Alexanders zu seinem Freund Hephaistion betont, die als tiefe, fast erotische Liebe dargestellt wird und historische Gerüchte um ihre Homosexualität aufgreift. Diese Freundschaft symbolisiert die Sehnsucht nach individueller Freiheit und steht im Kontrast zu Macht und Gewalt. Als Parabel der Weimarer Republik kritisiert das Werk Nationalismus und Heldenkult, plädiert für Weltbürgerlichkeit und thematisiert die Spannung zwischen Ideal und Realität – ein frühes Meisterwerk Manns, geprägt von seiner eigenen queeren Identität.

Fakten
Genre Roman
Erscheinungsjahr 1929
Seiten 256
ISBN 9783499244124

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