Klaus Mann

Nationalität
Deutsch-Amerikanisch
Geboren
18.11.1906

Klaus Mann, geboren am 18. November 1906 in München als ältester Sohn des Nobelpreisträgers Thomas Mann und Katia Mann, war ein deutsch-amerikanischer Schriftsteller, der früh eine literarische Karriere begann. Bereits mit 15 Jahren schrieb er erste Novellen und gründete mit seiner Schwester Erika ein Theaterensemble. In der Weimarer Republik galt er als Außenseiter, da er in Werken wie Der fromme Tanz (1925) und Kind dieser Zeit (1932) Tabuthemen wie Homosexualität, Drogen und Suizid ansprach. Offen homosexuell, verkörperte er den emanzipatorischen Dandy der 1920er Jahre und pflegte Kontakte zu Figuren wie Jean Cocteau und André Gide.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 emigrierte Mann über Amsterdam, Zürich und Paris in die USA, wo ihm 1936 die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Im Exil wurde er zu einer zentralen Stimme der antifaschistischen Publizistik: Er gab Zeitschriften wie Die Sammlung und Decision heraus und verfasste Romane wie Der Vulkan (1939), in dem er Exilschicksale und seine Utopie eines sozialistischen Humanismus darstellte, der auch Homosexuellen Platz bot. Weitere Schlüsselwerke sind Symphonie pathétique (1935) über Tschaikowsky und Mephisto (1936). 1943 diente er in der US-Armee. Geplagt von Depressionen, Drogen und Suizidversuchen starb Klaus Mann am 21. Mai 1949 in Cannes.

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