- Autor
- Alfred Döblin, geb. 1878
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 1929
- Seiten
- 472
- ISBN
- 9783518014516
Alfred Döblins 1929 erschienener Roman "Berlin Alexanderplatz" gilt als Hauptwerk der deutschen Moderne und erzählt die Geschichte des Lohnarbeiters Franz Biberkopf, der nach vier Jahren Haft wegen Totschlags an seiner Freundin Ida aus dem Gefängnis entlassen wird. Der Roman folgt Biberkopfs Versuch, ein anständiges Leben in der Großstadt Berlin zu führen, während er sich gegen die Metropole und seine eigenen Dämonen behaupten muss. Döblin schildert die Großstadterfahrung der Moderne durch innovative Erzähltechniken und expressive Sprache. Der Roman ist ein wichtiges Zeitzeugnis der Weimarer Republik und dokumentiert das Leben in Berlin der 1920er Jahre. Biberkopf scheitert zunächst an seinen Versuchen, sich zu bessern, kommt aber schließlich durch eine existenzielle Krise zur Erkenntnis und erhält eine neue Chance als "neuer Biberkopf".
Queerer Bezug: Der Roman enthält Darstellungen von Homosexualität und queeren Charakteren, die Teil der Berliner Untergrundszene der 1920er Jahre sind, was ihn für LGBT-Forschung als Zeitdokument relevant macht.