- Autor
- Thomas Mann, geb. 1875
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 1901
- Seiten
- 729
- ISBN
- 9783100481771
„Buddenbrooks – Verfall einer Familie“ von Thomas Mann, 1901 veröffentlicht, schildert den Niedergang einer wohlhabenden Lübecker Kaufmannsfamilie über vier Generationen von 1835 bis 1877. Im Zentrum steht der Patriarch Johann Buddenbrook, gefolgt von seinem Sohn Jean und Enkel Thomas, der die Firma leitet, während familiäre Konflikte, finanzielle Misserfolge und gesellschaftliche Veränderungen den Verfall einleiten. Tony Buddenbrook erlebt turbulente Ehen mit dem bankrotten Grünlich und dem betrügenden Permaneder, Christian versagt als Geschäftsmann, und der sensible Hanno verkörpert den künstlerischen, aber schwachen Endesproß, der früh stirbt.
Der LGBT-Bezug ergibt sich aus Thomas Manns eigener Homosexualität, die subtil in Figuren wie dem androgynen, musikbegeisterten Hanno mit seinem Freund Kai mündet – eine homoerotische Nuance im Kontext des familiären Verfalls. Gerüchte um Gerdas Affäre und Christians exzentrisches Verhalten verstärken queere Untertöne. Das Werk gilt als Manns Durchbruch, spiegelt autobiografische Elemente und kritisiert den Bürgerverfall, was es zu einem Meilenstein der Moderne macht.
Queerer Bezug: Der Roman weist subtile homoerotische Andeutungen auf, insbesondere bei Hanno und seinem Freund Kai, inspiriert von Thomas Manns eigener Homosexualität. Diese queeren Nuancen unterstreichen den künstlerischen und dekadenten Verfall der Familie.