- Nationalität
- Deutsch
- Geboren
- 06.06.1875
Thomas Mann, geboren 1875 in Lübeck als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns und einer deutsch-brasilianischen Mutter, zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Früh begann er seine Karriere mit dem autobiografisch geprägten Roman 'Buddenbrooks' (1901), der den Verfall einer Kaufmannsfamilie schildert und ihm 1929 den Nobelpreis für Literatur einbrachte. Weitere Meilensteine sind 'Der Zauberberg' (1924), eine philosophische Auseinandersetzung mit Zeit, Krankheit und Gesellschaft, sowie 'Mario und der Zauberer' (1930), eine Parabel auf den Aufstieg des Faschismus.
Als engagierter Gegner des Nationalsozialismus emigrierte Mann 1933 in die Schweiz und 1938 in die USA, wo er zur Exilliteratur beitrug. Sein Werk thematisiert oft die Psychologie des Künstlers, moralischen Verfall und politische Krisen. Ein LGBT-Bezug ergibt sich aus Manns ambivalenter Homosexualität, die in Tagebüchern und Werken wie 'Tod in Venedig' (1912) anklingt, wo die erotische Faszination für einen jungen Polizisten zentral ist. Mann heiratete Katia Pringsheim, doch seine homoerotischen Neigungen prägten sein Leben und Schaffen nachhaltig.