Claudia Rankine ist nicht als queer identifiziert (verheiratet mit dem Filmemacher John Lucas, gemeinsame Arbeit an Video-Essays) - der Text im Datensatz behauptete faelschlich eine queere Autorenschaft. "Citizen" behandelt primaer Alltagsrassismus und rassistische Mikroaggressionen im US-Alltag; ein zentraler LGBT-Bezug fehlt, intersektionale Diskriminierungsformen werden nur am Rande gestreift.
"Citizen: An American Lyric" von Claudia Rankine ist ein innovatives Werk, das Rassismus im Alltag der afroamerikanischen Erfahrung beleuchtet. Durch essayistische Miniaturen, Lyrik und Bilder fängt Rankine subtile und offene Formen rassistischer Aggression ein – von vermeintlichen Versehen im Supermarkt bis zu öffentlichen Demütigungen wie bei Serena Williams oder Zinédine Zidane. Es zeigt, wie Betroffene in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden, zu sprechen, voranzukommen und einfach zu existieren, und thematisiert individuelle sowie kollektive Traumata.
Der LGBT-Bezug ergibt sich aus Rankines queeren Perspektiven in ihrer Arbeit; sie integriert in "Citizen" Elemente intersektionaler Diskriminierung, die Rassismus mit anderen Formen der Ausgrenzung verknüpfen, darunter queere Identitäten. Als queere Autorin und Performancekünstlerin verbindet sie in ihren Videoarbeiten mit Partner John Lucas persönliche Narrative mit gesellschaftskritischer Analyse. Das Buch ist ein literarisches Ereignis, das Rassismusstrukturen provokativ entlarvt und zur Reflexion über Mikroaggressionen anregt, was es zu einem Meilenstein der zeitgenössischen Literatur macht.
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