Das Buch thematisiert offen jugendliche Sexualität, Identitätssuche und Akzeptanz von Andersartigkeit, inklusive queeren Nuancen in Gruppengesprächen über Sex und Beziehungen. Es fördert ein tolerantes Verständnis für Vielfalt jenseits traditioneller Normen.
"Crazy" von Benjamin Lebert ist ein autobiografisch geprägter Roman, der das chaotische Leben eines 16-jährigen Jungen im Internat Neuseelen schildert. Der Protagonist Benni, linksseitig gelähmt durch eine spastische Lähmung, stellt sich seinen Mitschülern direkt vor: 'Ich bin ein Krüppel.' Der Roman fängt roh und unverfälscht die Turbulenzen der Pubertät ein – Freundschaften mit wilden Typen wie Janosch, erste Liebesversuche mit Mädchen wie Malen, nächtliche Abenteuer, Streiche und ein spontaner Ausbruch aus dem Internat nach München mit dem alten Sambraus, der über einem Striplokal lebt.
Der LGBT-Bezug ergibt sich aus der offenen Darstellung von Sexualität und Identitätssuche in der Jugend: Es gibt Andeutungen zu queeren Themen durch Gespräche über Sex, Neugier auf das Andere und die Akzeptanz von Andersartigkeit in der Gruppe, was in einem Internat-Alltag mit Jungs und Mädels explodiert. Lebert thematisiert ohne Tabus Behinderung, Neid, Eifersucht und das Streben nach Normalität, was das Buch zum Kultklassiker der Generation machte. Es zeigt, wie Jugendliche mit Unsicherheiten ringen und sich gegenseitig stützen, unabhängig von gesellschaftlichen Normen.
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