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Das Unbehagen der Geschlechter

Das Unbehagen der Geschlechter
Buch · Sachbuch
1990 · 320 Seiten

Das Buch legt den Grundstein für die Queer Theory, indem es Geschlecht als performative Konstruktion entlarvt und heteronormative Binäritäten dekonstruiert. Es bietet queeren Identitäten theoretische Legitimation durch die Betonung von Subversion und Fluidität.

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Das Unbehagen der Geschlechter von Judith Butler, erstmals 1990 erschienen, ist ein bahnbrechendes Werk der Geschlechterforschung. Butler dekonstruiert die traditionellen Annahmen über Geschlecht, indem sie argumentiert, dass es keine natürliche, biologische Grundlage für die binäre Einteilung in männlich und weiblich gibt. Stattdessen wird Geschlecht als performative Praxis verstanden – etwas, das durch wiederholte Akte in einem heteronormativen Rahmen erzeugt und aufrechterhalten wird.

Im Zentrum steht die Kritik an der feministischen Theorie, die von einer einheitlichen Kategorie 'Frau' ausgeht. Butler zeigt mit Beispielen wie Drag, dass Geschlechtsidentitäten inszeniert sind und die Unterscheidung zwischen biologischem Sex, sozialem Gender und Begehren künstlich ist. Das Buch fordert parodistische Praktiken, um Normen zu subvertieren und fluidere Identitäten zu ermöglichen. Sein LGBT-Bezug liegt in der Grundlegung der Queer Theory: Es hinterfragt heteronormative Strukturen und eröffnet Räume für nicht-binäre, queere Lebensweisen, indem es Identitäten als konstruiert entlarvt.

Die Bedeutung des Buches ist enorm: Es revolutionierte die Sozialwissenschaften, Feministische Theorie und Queer Studies, indem es Machtdiskurse enthüllte und zu einer Entnaturalisierung von Geschlecht aufrief.

Fakten
Genre Sachbuch
Erscheinungsjahr 1990
Seiten 320
ISBN 9783518124338

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