- Autor
- Manuel Puig, geb. 1932
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 1973
- Seiten
- 288
Der Roman 'Der Buenos-Aires-Affäre' von Manuel Puig, erstmals 1973 veröffentlicht, ist ein raffinierter Detektivroman, der in Buenos Aires zwischen den 1930er Jahren und den späten 1960er Jahren spielt. Die Handlung dreht sich um die neurotische Künstlerin Gladys und den erfolgreichen Kunstkritiker Leopoldo Druscovich, deren Leben auf Kollisionskurs gerät. Ihre Beziehung eskaliert in eine fatale sexuelle Affäre, geprägt von Repression, Obsessionen und psychopathischem Verhalten. Puig verwebt falsche Fährten, Verschwinden und eine detektivische Suche nach den letzten Tagen in Leopoldos Leben, die von masochistischen und gewalttätigen Neigungen durchzogen ist.
Der LGBT-Bezug liegt in der offenen Darstellung sexueller Abweichungen und homoerotischer Untertöne, die Puigs eigene Homosexualität widerspiegeln. Das Buch wurde in Argentinien als Pornografie gebrandmarkt, verboten und führte zu Puigs Exil. Es kritisiert gesellschaftliche Normen, Männlichkeitsideale und Repressionen unter dem Peronismus, was es zu einem Meilenstein der lateinamerikanischen Literatur macht, der Tabus bricht und psychologische Tiefen auslotet.
Queerer Bezug: Der Roman thematisiert sexuelle Abweichungen und homoerotische Obsessionen explizit, was Puigs Homosexualität widerspiegelt und zu seiner Zensur als 'Pornografie' führte. Er kritisiert repressive Geschlechterrollen und gesellschaftliche Tabus rund um queere Sexualität.