- Nationalität
- Argentinisch
- Geboren
- 28.12.1932
Manuel Puig, geboren am 28. Dezember 1932 in General Villegas, Argentinien, war ein einflussreicher argentinischer Schriftsteller, dessen Werke die lateinamerikanische Literatur maßgeblich prägten. Er studierte Architektur in Buenos Aires, brach das Studium jedoch ab, um sich dem Schreiben und Film zu widmen. Puig arbeitete als Übersetzer für die Metro-Goldwyn-Mayer-Studios in Rom und Buenos Aires, was seinen Stil stark von Kino und Popkultur beeinflusste.
Sein Debütroman La traición de Rita Hayworth (1968) markierte den Beginn seiner Karriere und wurde für seine innovative Form gefeiert. Weltberühmt wurde er mit El beso de la mujer araña (1976), der die Geschichte zweier Zellengenossen in einer lateinamerikanischen Haftanstalt erzählt – eines homosexuellen Friseurs und eines politischen Gefangenen. Das Buch thematisiert queere Identität, Unterdrückung und Fantasie als Fluchtweg und wurde 1985 von Héctor Babenco verfilmt. Weitere bekannte Werke sind Pubis angelical (1979) und Elena, Elena. Puigs Texte integrieren B-Movies, Radioserien und kitschige Elemente, um soziale Normen zu hinterfragen.
Als offen schwuler Autor wob Puig queere Perspektiven in seine Erzählungen ein, was ihn zu einem Pionier der LGBT-Literatur machte. Er starb 1990 in Cuernavaca, Mexiko, an den Folgen einer Bronchitis.