Der fromme Tanz

Autor
Klaus Mann, geb. 1906
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1926
Seiten
176
ISBN
9783980057813
Der fromme Tanz

„Der fromme Tanz“ ist der Debütroman von Klaus Mann, veröffentlicht 1926, und erzählt die Geschichte des jungen Andreas, der aus einer bürgerlichen Familie stammt und sich nach Freiheit sehnt. Er verlässt sein Zuhause und taucht in das pulsierende Leben der Metropolen Berlin und Paris ein, wo er der Bohème begegnet – Künstlern, Intellektuellen und Nachtmenschen. Dort entdeckt er seine Leidenschaft für Literatur und Kunst, ringt jedoch mit inneren Konflikten, religiösen Zweifeln und der Suche nach einem eigenen Weg.

Der **LGBT-Bezug** ist zentral: Der Roman gilt als Klaus Manns Coming-out-Werk, in dem Andreas’ homoerotische Sehnsüchte, insbesondere seine Faszination für den mysteriösen Niels, subtil aber eindringlich dargestellt werden. Mann verwebt autobiografische Elemente mit einer poetischen Sprache, die die Ekstase und Qualen der Selbstfindung einfängt. Als frühes Beispiel schwuler Literatur in der Weimarer Republik hat das Buch literarhistorische Bedeutung und spiegelt die queere Subkultur der 1920er Jahre wider.

Queerer Bezug: „Der fromme Tanz“ ist Klaus Manns Coming-out-Roman, der die homoerotische Sehnsucht des Protagonisten Andreas nach Niels thematisiert und autobiografische Züge des schwulen Autors trägt. Er zählt zu den frühen Werken der queeren Literatur in Deutschland.