Der Mönch

Autor
Matthew Gregory Lewis, geb. 1775
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1796
Seiten
420
ISBN
9783257218442
Der Mönch

„Der Mönch“ (1796) von Matthew Gregory Lewis ist ein Meilenstein der Gothic-Literatur, der mit schockierenden Elementen wie Inzest, Blasphemie und übernatürlichen Schrecken aufwartet. Die Handlung dreht sich um den jungen Mönch Ambrosio, der in einem Kloster in Madrid lebt und für seine Frömmigkeit verehrt wird. Durch die verführerische Novizin Matilda, die sich als Mann verkleidet, um ihn zu verführen, und unter Einfluss des Teufels, fällt er in Laster und Mordlust. Parallel verfolgt die Geschichte die unglückliche Antonia und ihre Familie, die in einem Netz aus Leidenschaft und Rache gefangen sind.

Der Roman ist hochrelevant für die LGBT-Geschichte, da er explizite homoerotische und queere Motive enthält: Matildas Cross-Dressing und ihre leidenschaftliche Liebe zu Ambrosio weisen auf transgender- und lesbische Untertöne hin, ergänzt durch subtile homoerotische Spannungen. Lewis' Werk gilt als „queer gothic novel“ und beeinflusste die Darstellung verbotener Sexualitäten nachhaltig, indem es gesellschaftliche Tabus provokativ thematisierte.

Queerer Bezug: „Der Mönch“ ist für die LGBT-Relevanz durch queere Elemente wie Cross-Dressing der Figur Matilda, homoerotische Spannungen und ambigue Geschlechterrollen bedeutsam. Es wird als queerer Gothic-Roman betrachtet, der verbotene Sexualitäten explizit thematisiert.