Der verheiratete Mann

Autor
Edmund White, geb. 1940
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
432

„Der verheiratete Mann“ von Edmund White erzählt die Geschichte des 49-jährigen Amerikaners Austin, einem erfolgreichen Innenarchitekten, der nach der Scheidung von seiner Frau in Paris lebt. Dort trifft er den jungen, charismatischen französischen Architekten Julien, und die beiden verlieben sich leidenschaftlich, trotz des großen Altersunterschieds. Ihre Beziehung führt sie auf eine Reise durch Frankreich, Marokko und die USA, geprägt von intensiver Romantik, aber auch von Konflikten durch Juliens impulsives Wesen und Austins Unsicherheiten.

Der Roman thematisiert den **LGBT-Bezug** einer schwulen Liebe in den 1990er Jahren, vor dem Hintergrund der AIDS-Krise, die beide Männer stark prägt – Julien ist HIV-positiv. White beleuchtet sensibel Themen wie Alter, Klasse, Kulturunterschiede und die Zerbrechlichkeit von Beziehungen. Als Chronist der schwulen Subkultur fängt er die emotionale Tiefe und gesellschaftlichen Herausforderungen ein, macht das Buch zu einem Meilenstein der queeren Literatur und einer eindringlichen Meditation über Liebe, Verlust und Sterblichkeit.

Queerer Bezug: Das Buch porträtiert eine intensive schwule Beziehung zwischen einem älteren Amerikaner und einem jungen Franzosen vor dem Hintergrund der AIDS-Epidemie und beleuchtet queere Identität, Liebe und gesellschaftliche Tabus. Es gilt als wichtiger Beitrag zur modernen homosexuellen Literatur.