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Des Menschen Hörigkeit

Des Menschen Hörigkeit
Buch · Roman
1915 · 976 Seiten

Der Roman ist durch Maughams Homosexualität geprägt und zeigt homoerotische Beziehungen Philips zu Männern wie Hayward und Cronshaw. Er thematisiert unterdrückte Sehnsüchte und die Zerrissenheit queerer Identitäten in der viktorianischen Ära.

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"Des Menschen Hörigkeit" (Original: "Of Human Bondage") von W. Somerset Maugham ist ein halbautobiografischer Roman, der das Leben des jungen Philip Carey schildert. Geboren mit einem Klumpfuß, wächst Philip in einer strengen Pfarrersfamilie auf und sucht früh seinen Weg: Er studiert Malerei in Paris, scheitert jedoch an der Kunst, kehrt nach England zurück und beginnt ein Medizinstudium. Die zentrale Figur ist die egoistische Kellnerin Mildred, zu der Philip eine zerstörerische, masochistische Leidenschaft entwickelt. Trotz ihrer Kälte und Demütigungen bleibt er ihr hörig, was seine emotionale und finanzielle Existenz ruiniert.

Der **LGBT-Bezug** ergibt sich aus Maughams eigener Homosexualität, die er subtil einfließen lässt. Philip hat intensive Beziehungen zu Männern, darunter eine leidenschaftliche Freundschaft zum Künstler Hayward und eine ambivalente Mentor-Schüler-Dynamik mit dem Arzt Cronshaw, die homoerotische Untertöne aufweisen. Diese Momente spiegeln Maughams persönliche Erfahrungen wider und thematisieren unterdrückte Sehnsüchte in einer repressiven Epoche. Das Werk gilt als Meilenstein der queeren Literatur, da es Abhängigkeit und Identitätssuche jenseits heteronormativer Normen beleuchtet und die innere Zerrissenheit von Außenseitern eindringlich darstellt.

Fakten
Genre Roman
Erscheinungsjahr 1915
Seiten 976
ISBN 9783257242072

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