Faggots ist ein Meilenstein der queeren Literatur und kritisiert satirisch die promiskuitive Schwulenszene der 1970er in New York. Es fordert Schwule auf, über sexuelle Exzesse hinauszuwachsen und echte Beziehungen anzustreben.
Faggots von Larry Kramer, erschienen 1978, ist eine scharfe Satire auf das schwule Leben im New York der 1970er Jahre vor der AIDS-Krise. Im Zentrum steht der 39-jährige Fred Lemish, der in einer Welt aus endlosen Orgien, Saunen, Drogen und sexueller Ausschweifung die wahre Liebe sucht. Seine dreitägige Odyssee führt ihn durch legendäre Orte wie das Everhard-Bad, das Meat Rack, The Toilet Bowl und das Schwulenparadies Fire Island, wo er mit einer bunten Galerie karikaturhafter Figuren konfrontiert wird.
Das Buch beleuchtet den LGBT-Bezug durch seine schonungslose Darstellung der promiskuitiven Gay-Szene: Sadomasochismus, Gruppensex und eine Kultur des 'Mehr ist besser' dominieren, während echte Beziehungen scheitern. Kramer kritisiert die Unfähigkeit vieler Schwuler, über sexuelle Devianz hinauszuwachsen und menschliche Tiefe zu entwickeln. Trotz Kontroversen – es wurde von Teilen der Gay-Community als homophob abgelehnt – gilt Faggots als wegweisend, da es Selbsthass und Selbsttäuschung thematisiert und zu mehr Verantwortung aufruft. Als Bestseller prägte es die queere Literatur nachhaltig.
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