Fingersmith ist hochrelevant für die LGBT-Community durch die zentrale, leidenschaftliche lesbische Beziehung zwischen Sue und Maud, die queere Liebe und Sexualität im viktorianischen England tabuisiert und feiert.
Fingersmith von Sarah Waters ist ein packender viktorianischer Roman, der 2002 erschien und in London 1862 spielt. Die Waise Sue Trinder wächst bei Mrs. Sucksby und einer Bande von Taschendieben – den 'Fingersmiths' – auf. Sie wird in einen Betrug verwickelt: Gemeinsam mit dem charmanten Schurken Gentleman soll sie die reiche Erbin Maud Lilly heiraten lassen und deren Vermögen durch eine fingierte Irrenhaftung erbeuten. Sue soll als Maud's Kammerzofe dienen und Vertrauen aufbauen.
Die Handlung nimmt eine dramatische Wendung, als sich zwischen Sue und Maud eine leidenschaftliche lesbische Beziehung entwickelt, die alle Pläne durchkreuzt. Der Roman ist voller überraschender Enthüllungen, Identitätswechsel und einer raffinierten Mehrperspektive. Als LGBT-Klassiker beleuchtet Fingersmith queere Liebe im 19. Jahrhundert sensibel und erotisch, thematisiert Tabus, Manipulation und weibliche Emanzipation. Waters' Meisterwerk wurde mehrfach preisgekrönt und diente als Vorlage für die BBC-Miniserie Finger smith.[/p]
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