Das Buch dokumentiert die Transition einer Frau von heterosexuellen zu lesbischen Beziehungen und war eines der ersten deutschsprachigen literarischen Werke, das weibliche Homosexualität selbstverständlich und ohne Vorbilder thematisierte. Es gilt als Klassiker der lesbischen Literatur und der Frauenbewegung.
Verena Stefans autobiografischer Roman "Häutungen" von 1975 schildert die Befreiungsreise einer jungen Frau namens Veruschka, die von der Schweiz nach Westberlin zieht und sich schrittweise von heterosexuellen Beziehungen zu Männern abwendet. Die Protagonistin durchlebt zunächst enttäuschende Partnerschaften, in denen ihre Sexualität ausschließlich der Erfüllung männlicher Wünsche dient. Sie erkennt die emotionale Leere und Dominanz ihrer männlichen Partner und beginnt einen Prozess der Selbstfindung. Über Frauengruppen und Frauenwohngemeinschaften entdeckt sie schließlich die Liebe zu Frauen und entwickelt eine neue, selbstbestimmte Körpersprache. Das Buch wurde zur Bibel der Frauenbewegung und gilt als revolutionärer Text, der mit neuer Sprache und Grammatik patriarchale Strukturen dekonstruiert.
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