Historischer Roman über einen jungen Strichjungen im queeren Paris der 1920er-Jahre, 2026 erstmals ungekürzt auf Deutsch.
„Hotel zum Goldfisch" erscheint nun erstmals vollständig und ungekürzt auf Deutsch – fast hundert Jahre nach der Originalausgabe von 1929. Der griechisch-ägyptische Autor Alec Scouffi erzählt darin von Chouchou, einem jungen Ausreißer, der im Montmartre der Zwanzigerjahre als Strichjunge landet. Rund um das titelgebende Hotel entfaltet sich ein Sittengemälde des queeren Paris jener Zeit: Mit seinem Liebhaber Bob, dem Rivalen Luc und der Zuhälterin Bijou navigiert Chouchou durch eine Halbwelt aus Zuneigung, Konkurrenz und ständiger Bedrohung durch Polizei und Gewalt.
Scouffi verklärt das Milieu nicht, sondern zeigt schonungslos die Lebensbedingungen illegaler Prostitution. Als Chouchou seinen Rückhalt im Hotel verliert, beginnt sein Abstieg. Die deutsche Neuausgabe im Männerschwarm Verlag stellt zum ersten Mal explizite Passagen wieder her, die in früheren Fassungen gestrichen waren und schon bei Erscheinen für Kontroversen sorgten. Scouffi selbst wurde 1932 ermordet.
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