- Autor
- Roxane Gay, geb. 1979
- Genre
- Memoiren
- Erscheinungsjahr
- 2017
- Seiten
- 256
In 'Hunger: Die Geschichte meines Körpers' schildert Roxane Gay schonungslos ihre Auseinandersetzung mit ihrem Körper und dem unstillbaren Hunger, der ihr Leben prägt. Mit zwölf Jahren wurde sie von einer Gruppe Jungen, darunter ihrem ersten Freund, brutal vergewaltigt – ein Trauma, das ihr Leben in 'Vorher' und 'Nachher' teilt. Um sich vor weiterer Verletzlichkeit zu schützen, begann sie zwanghaft zu essen, wuchs auf über 250 Kilo und baute eine Schutzmauer aus Fett auf. Das Buch ist kein Triumphbericht, sondern eine ehrliche Erkundung von Schmerz, Scham, Diäten, Intimität und gesellschaftlichen Schönheitsnormen, die Frauen tyrannisieren.
Der **LGBT-Bezug** ergibt sich aus Roxane Gays queeren Identität als bisexuelle Schwarze Frau, die ihre Erfahrungen mit Diskriminierung an der Schnittstelle von Rasse, Geschlecht, Sexualität und Körpergröße beleuchtet. 'Hunger' ist ein Meilenstein der **Body-Positivity**-Bewegung und feministischer Literatur, der Mitgefühl für Übergewichtige fordert und traumatisierte Körper ins Zentrum rückt. Es appelliert an Leser:innen, Vorurteile abzulegen und komplexe Lebensgeschichten anzuerkennen.
Queerer Bezug: Roxane Gay, eine bisexuelle Schwarze Autorin, verwebt in 'Hunger' ihre queere Identität mit Themen von Körperdiskriminierung und Trauma, was das Buch für die LGBT-Community hochrelevant macht. Es beleuchtet intersektionale Erfahrungen von Queerness, Rasse und Geschlecht in einer normierten Gesellschaft.