Klara und die Sonne

Autor
Kazuo Ishiguro, geb. 1954
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
352

In Kazuo Ishiguros Roman 'Klara und die Sonne' erzählt die künstliche Freundin Klara, eine KI, die als Gefährtin für Kinder entwickelt wurde, aus ihrer Perspektive eine dystopische Zukunft. Klara wird von dem kranken Mädchen Josie aus einem Laden mitgenommen und widmet sich hingebungsvoll ihrer Aufgabe, Josie zu schützen und zu lieben. Josie leidet unter den Folgen einer genetischen 'Hebung', die sie schwächt, während sie in Isolation lebt. Klara, solarbetrieben, verehrt die Sonne als göttliche Kraft, die Leben spendet, und opfert sich, um Josie zu heilen – sie zerstört eine umweltschädliche Maschine im Tausch gegen Sonnenhilfe. Die Geschichte thematisiert Liebe, Menschlichkeit und die Grenzen der KI, voller naiver Weisheit und Beobachtungen der menschlichen Zerbrechlichkeit.

Ein direkter LGBT-Bezug fehlt; dennoch erforscht der Roman queere Themen wie nicht-traditionelle Bindungen und die Fluidität von Liebe jenseits biologischer Normen. Klaras selbstlose Hingabe an Josie und deren Freund Rick, der aus einer unteren Schicht stammt, spiegelt gesellschaftliche Vorurteile wider und betont universelle Empathie. Ishiguros Werk regt zur Reflexion über Akzeptanz und Andersartigkeit an, was es für ein LGBT-Publikum relevant macht.

Queerer Bezug: Das Buch hat keinen expliziten LGBT-Bezug, thematisiert jedoch queere Aspekte wie nicht-traditionelle Liebe und Bindungen jenseits gesellschaftlicher Normen durch die Beziehung zwischen Klara, Josie und Rick sowie Akzeptanz von Andersartigkeit.