Kazuo Ishiguro

Nationalität
Britischer
Geboren
08.11.1954

Kazuo Ishiguro, geboren 1954 in Nagasaki, Japan, zog als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Großbritannien, wo er aufwuchs und später studierte. Als britischer Schriftsteller japanischer Herkunft etablierte er sich mit introspektiven Romanen, die Themen wie Gedächtnis, Zeit und menschliche Zerbrechlichkeit erkunden. Sein Debütroman 'Hügel der Nebelfalte' (1982) folgte, doch der Durchbruch gelang 1989 mit 'Was vom Tage übrigblieb', einer Geschichte über eine Frau, die ihre Vergangenheit rekonstruiert – später verfilmt mit Emma Thompson. Weitere bekannte Werke sind 'Als wir Waisen waren' (2000), 'Alles, was wir geben mussten' (2005) und 'Klara und die Sonne' (2021). 2017 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen für seine Romane mit großer emotionaler Kraft, die den Abgrund unserer Illusionen über die Weltverbundenheit aufzeigen. Ein direkter LGBT-Bezug fehlt in seinen Hauptwerken, doch seine nuancierten Charakterstudien berühren oft universelle Identitätsfragen.

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