Das Buch thematisiert die lesbische Liebe einer chinesisch-amerikanischen Jugendlichen in den 1950er Jahren und macht die queere Subkultur im San Francisco der Nachkriegszeit sichtbar. Es gewann den Stonewall Book Award und den National Book Award für seine authentische Darstellung von Identitätsfindung und Tabubruch.
„Last Night at the Telegraph Club“ von Malinda Lo ist ein historischer Coming-of-Age-Roman, der in den 1950er Jahren im San Francisco der Nachkriegszeit spielt. Die Protagonistin Lily Hu, eine 17-jährige Tochter chinesischer Einwanderer, entdeckt in der Chinatown ihre sexuelle Identität. Fasziniert von einer Zeitungsanzeige der männlichen Impersonatorin Tommy Andrews besucht sie heimlich den lesbischen Bar Telegraph Club. Dort trifft sie ihre Mitschülerin Kathleen „Kath“ Miller, und zwischen den beiden entsteht eine intensive, verbotene Romanze.
Der Roman beleuchtet die Herausforderungen der Protagonistin inmitten der Roten Panik, bei der Kommunismusverdacht die chinesisch-amerikanische Community bedroht und Lilys Vater mit Deportation rechnet. Trotz familiärer Erwartungen, rassistischer Vorurteile und gesellschaftlicher Tabus wagen Lily und Kath ihre Liebe. Mit langsamer Spannungsaufbau und authentischer Darstellung queerer Subkulturen wird die Geschichte zu einem Meilenstein der LGBT-Literatur, der queere Asiatinnen sichtbar macht und Preise wie den National Book Award gewann.
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