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Lolita

Lolita
Buch · Roman
1955 · 336 Seiten

Das Buch hat keine direkte LGBT-Relevanz, da es sich primär mit heterosexuellem Missbrauch befasst. Es wird jedoch in LGBT-Kontexten diskutiert, da es Themen wie abweichende Sexualität, gesellschaftliche Tabus und die Dekonstruktion von Normalität behandelt.

Psychologischer RomanMissbrauchObsessionKlassische LiteraturUnreliable NarratorVerbrechen

Lolita ist Vladimir Nabokovs berühmtester Roman, erschienen 1955, und gilt als eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Ich-Erzählers Humbert Humbert erzählt, eines 37-jährigen Literaturwissenschaftlers, der sich unsterblich in die zwölfjährige Dolores, genannt Lolita, verliebt. Um ihr nahe zu sein, heiratet er deren verwitwete Mutter Charlotte. Nach Charlottes Tod bei einem Autounfall entführt Humbert das Mädchen und zieht mit ihr durch die USA, wobei er sie in einer zunehmend gewaltsamen sexuellen Beziehung ausbeutet. Lolita sammelt schließlich Mut, spart Geld und flieht mit einem anderen Mann. Jahre später trifft Humbert sie wieder, nun verheiratet und schwanger, und erschießt daraufhin seinen Rivalen.

Der Roman behandelt die dunkle Obsession eines Mannes mit einem Kind und gilt als psychologische Studie über Manipulation, Verachtung und sexuellen Missbrauch. Nabokov nutzt die unreliable Narration, um die Selbsttäuschung und Rationalisierung des Täters zu enthüllen. Das Werk war lange Zeit umstritten, wird aber heute als kritische Auseinandersetzung mit Pädophilie und nicht als Verherrlichung verstanden.

Fakten
Genre Roman
Erscheinungsjahr 1955
Seiten 336
ISBN 9780679723165

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