Mephisto

Autor
Klaus Mann, geb. 1906
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1936
Seiten
383
ISBN
9783894090272
Mephisto

"Mephisto – Roman einer Karriere" von Klaus Mann, erschienen 1936 im Exil, schildert den Aufstieg des ehrgeizigen Schauspielers Hendrik Höfgen in der NS-Zeit. Aus einem linksgerichteten Künstler in Hamburg wird unter den Nationalsozialisten der gefeierte Star am Staatstheater, der für seine Karriere alles opfert: Freunde verrät, politische Ideale aufgibt und sich mit NS-Führern arrangiert. Höfgen verkauft seine Seele an die Macht, wird zum 'Affen der Macht' und 'Clown zur Zerstreuung der Mörder', symbolisiert durch seine Rolle als Mephisto in Goethes 'Faust'.

Der LGBT-Bezug ergibt sich aus der Biografie des Autors Klaus Mann, der homosexuell war, und der realen Vorlage Gustaf Gründgens, der ebenfalls homosexuell lebte und dessen Karriere Höfgen karikiert. Explizit dargestellt sind Höfgens sadomasochistische Beziehung zur dunkelhäutigen Tänzerin Juliette, der 'Schwarzen Venus', sowie queere Elemente im dekadenten Künstlerumfeld. Das Werk kritisiert scharf Opportunismus und moralischen Verfall vor dem Hintergrund des NS-Terrors und bleibt eine zeitlose Warnung vor Anpassung an Diktaturen.

Queerer Bezug: Der Roman thematisiert queere Elemente durch die homosexuelle Orientierung des Autors Klaus Mann und der realen Vorlage Gustaf Gründgens, sowie Höfgens sadomasochistische Beziehung zur 'Schwarzen Venus'. Er beleuchtet das schwule Künstlerumfeld im Weimar und den Opportunismus unter dem NS-Regime.