Mrs Dalloway

Autor
Virginia Woolf, geb. 1882
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1925
Seiten
224
ISBN
9786580210138
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Mrs Dalloway

"Mrs Dalloway" von Virginia Woolf ist ein Meilenstein der Moderne, der einen einzigen Sommertag im Juni 1923 in London umspannt. Die 52-jährige Clarissa Dalloway, Ehefrau eines konservativen Politikers, bereitet eine glamouröse Abendgesellschaft vor. Während sie Blumen kauft und durch die Straßen schlendert, überfluten sie Erinnerungen an ihre Jugend, darunter die leidenschaftliche Freundschaft zu Sally Seton und die abgelehnte Liebe von Peter Walsh. Parallel verfolgt der Roman den traumatisierten Ersten-Weltkriegsveteranen Septimus Warren Smith, dessen psychischer Zusammenbruch in Suizid gipfelt und Clarissas Welt berührt.

Der **LGBT-Bezug** liegt in Clarissas queeren Untertönen: Ihre intensive, sinnliche Beziehung zu Sally – ein Kuss, der "den Himmel für sie öffnete" – symbolisiert eine unerfüllte lesbische Sehnsucht, die sie zugunsten gesellschaftlicher Konventionen opferte. Woolf, selbst bisexuell, webt hier subtile Homosexualität ein, kritisiert Repression und feiert innere Freiheit. Das Werk revolutionierte den Roman durch Bewusstseinsstrom, thematisiert Kriegstrauma, Geschlechterrollen und die Fragilität des Lebens, bleibt bis heute relevant für queere Leserinnen.

Queerer Bezug: Der Roman thematisiert subtil Clarissas lesbische Sehnsucht nach Sally Seton, deren Kuss als Höhepunkt ihrer Jugend gilt, und kontrastiert dies mit ihrer heteronormativen Ehe. Virginia Woolf integriert queere Elemente aus eigenem Leben, um gesellschaftliche Repression und innere Konflikte zu beleuchten.