Virginia Woolf

Nationalität
Britischer
Geboren
25.01.1882

Virginia Woolf, geboren 1882 in London als Adeline Virginia Stephen, war eine der einflussreichsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts und Pionierin der modernistischen Literatur. Sie entstammte einer wohlhabenden Intellektuellenfamilie und wuchs in viktorianischen Verhältnissen auf, geprägt von frühen Verlusten und Traumata, darunter sexueller Missbrauch durch Halbbrüder, was zu lebenslangen psychischen Erkrankungen führte. Schon früh zeigte sie literarisches Talent und debütierte 1915 mit ihrem Roman Die Fahrt hinaus. Bekannt wurde sie durch Werke wie Mrs. Dalloway (1925), Zu den Leuchttürmen (1927), Orlando (1928) und Die Wellen (1931), in denen sie innovative Techniken wie den Bewusstseinsstrom einsetzte.

Als Mitglied der Bloomsbury Group gründete sie mit ihrem Ehemann Leonard Woolf 1917 den Hogarth Press, der moderne Literatur förderte. Woolf war eine leidenschaftliche Feministin, wie in Ein Zimmer für sich allein (1929) und Drei Guineen (1938) deutlich wird. Ihr Leben war von queeren Beziehungen geprägt, insbesondere der intensiven Liebe zu Vita Sackville-West, der sie den Roman Orlando widmete – eine fantasievolle Biografie, die Geschlechterfluidität thematisiert und als lesbische Liebeserklärung gilt. Plagende Depressionen führten 1941 zu ihrem Suizid im Fluss Ouse.

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