Orlando

Autor
Virginia Woolf, geb. 1882
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1928
Seiten
352
ISBN
9780857863430
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Orlando

„Orlando“ von Virginia Woolf ist eine fiktive Biografie, die über vier Jahrhunderte englische Gesellschaftsgeschichte satirisch beleuchtet. Die Handlung beginnt im 16. Jahrhundert: Der junge Adliger Orlando, Günstling der Königin Elisabeth I., erlebt leidenschaftliche Liebe zur russischen Gräfin Sasha, zieht sich nach ihrer Abreise auf sein Landgut zurück und flieht später vor einer zudringlichen Erzherzogin nach Konstantinopel. Dort fällt er in einen tiefen Schlaf und erwacht als Frau – eine mysteriöse Geschlechtsverwandlung, deren Ursachen im Dunkeln bleiben. Orlando kehrt als Frau nach England zurück, kämpft um ihre Besitztümer, navigiert die rigiden Geschlechterrollen der folgenden Epochen und heiratet schließlich einen Seemann.

Der Roman ist hochrelevant für die LGBT-Thematik, da er Geschlechterfluidität und Androgynie thematisiert: Orlando lebt jenseits binärer Normen, wechselt Kleider und Identitäten, experimentiert mit Beziehungen und kritisiert gesellschaftliche Zwänge. Als experimentelles Werk Woolfs, inspiriert von Vita Sackville-West, gilt „Orlando“ als Pioniertext für queere Literatur und feministische Debatten über Identität und Freiheit.

Queerer Bezug: „Orlando“ thematisiert Geschlechterfluidität und Androgynie durch die Verwandlung des Protagonisten von Mann zu Frau, kritisiert gesellschaftliche Geschlechterzwänge und gilt als queeres Meisterwerk, inspiriert von Woolfs Beziehung zu Vita Sackville-West.