Die übergewichtige, lesbische Jugendliche Mont Perdu lebt in einem abgelegenen Dorf in den Pyrenäen, das archaischen Traditionen verhaftet ist und für ihre Träume keinen Platz lässt. Weil sie mit ihrem Körper, ihrem Begehren und dem Mobbing durch die Dorfgemeinschaft nicht zurechtkommt, sucht sie Zuflucht in den Bergen – dort, wo sie sich verstanden fühlt. Nach und nach beginnt sich Mont Perdu buchstäblich in eine Bärin zu verwandeln und entzieht sich damit endgültig den engen Erwartungen ihrer Umgebung. Der französische Autor Grégory Le Floch greift in "Peau d'ourse" die alte Legende der "wilden Frau" auf und verbindet sie mit einer zeitgenössischen, poetischen Sprache zu einer Coming-of-Age-Geschichte über eine junge queere Heldin. Der 2025 im renommierten Pariser Verlag Seuil erschienene Roman verknüpft ökologische und feministische Motive mit der schmerzhaften wie befreienden Selbstfindung einer lesbischen Außenseiterin.