Lyrikband zu queerem Begehren, ausgezeichnet mit dem Lambda Literary Award 2026 in der Kategorie Lesbian Poetry.
Aus einer depressiven Episode heraus entstand der Debütlyrikband „pleasureis amiracle“ der in Buffalo lebenden Dichterin und Übersetzerin Bianca Rae Messinger. Die Gedichte kreisen um Erinnerung, Begehren und die Frage, was einen Körper wieder mit der Welt verbindet, wenn Sprache und Wahrnehmung sich verschoben haben. Der 2025 bei Nightboat Books erschienene Band widmet sich unter anderem der Frage, was an Begehren selbst „trans“ sein kann, und wendet sich damit bewusst gegen enge Vorstellungen von Sexualität und Anziehung.
Stilistisch bewegt sich Messinger zwischen lyrischer Tradition und ihrer Verweigerung: Wortspiele verknüpfen Klang und Bedeutung neu, klassische Gedichtformen werden aufgebrochen oder unterlaufen. Messinger hat unter anderem Werke des argentinischen Autors Néstor Perlongher ins Englische übertragen, dessen sprachliche Radikalität in ihrer eigenen Lyrik nachwirkt.
2026 wurde „pleasureis amiracle“ mit dem Lambda Literary Award in der Kategorie Lesbian Poetry ausgezeichnet – eine Anerkennung für einen Band, der lesbisches und queeres Begehren nicht behauptet, sondern in der Form der Gedichte selbst spürbar macht.
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