Der Roman weist LGBT-Relevanz durch Adams Affäre mit der lesbischen Feministin Lisette auf, die queere Beziehungen und Fluidität thematisiert. Alice Walkers afroqueere Perspektive unterstreicht die Befreiung von Geschlechternormen.
Possessing the Secret of Joy von Alice Walker ist ein eindringlicher Roman, der das Schicksal von Tashi erzählt, einer afrikanischen Frau aus dem fiktiven Stamm der Olinka, die als Kind der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) unterzogen wird. Tashi, eine Nebenfigur aus Walkers Bestseller Die Farbe Lila, heiratet den Amerikaner Adam, Sohn von Celie, und zieht in die USA. Das Trauma der Verstümmelung, verstärkt durch den Tod ihrer Schwester Dura bei einer ähnlichen Prozedur, führt zu ihrem geistigen Zusammenbruch. Durch Therapien bei Freud- und Jung-Jüngern konfrontiert sie ihre Vergangenheit, entdeckt mythische Rechtfertigungen ihrer Kultur und findet schließlich die Kraft zur Rache: Sie tötet die Tsunga, die sie verstümmelt hat, und opfert sich selbst.
Der Roman thematisiert die kulturelle Unterdrückung von Frauen und Walkers These, dass Folter keine Kultur sei. Der LGBT-Bezug ergibt sich aus Adams Affäre mit der lesbischen Feministin Lisette, die einen Sohn Pierre zeugt, sowie queeren Elementen in Tashis Psyche und der afroamerikanischen queeren Perspektive Walkers. Das Werk kritisiert patriarchale und koloniale Gewalt und feiert die Befreiung durch Wahrheit und Joy.
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