Eine der drei Hauptfiguren ist eine Transfrau; der Roman stammt von einer offen nichtbinären Autorin und wird explizit als queere Science-Fiction vermarktet und rezensiert.
In einer von Klimakrise und technologischem Umbruch gezeichneten Zukunft bietet die virtuelle Welt Proxi ein Zuhause für alle, die sich in ihrem realen Leben nicht wiederfinden: eine Transfrau, eine E-Sport-Spielerin und eine künstliche Intelligenz in einem biosynthetischen Körper gehören zu ihren Bewohnerinnen. Als ein Virus diese digitale Zuflucht zerstört, bleibt den dreien nur eine gemeinsame Reise durch eine physische Welt, die von Umweltkatastrophen und Biohacking geprägt ist, um ein Backup ihrer virtuellen Heimat wiederzufinden.
Der Roman verbindet Endzeitszenario und Utopie, indem er zeigt, wie Vertrauen und gegenseitige Abhängigkeit selbst unter widrigsten Bedingungen tragfähige Gemeinschaften ermöglichen. Identität wird dabei nicht als fixe Größe verhandelt, sondern als etwas, das sich in Beziehung zu anderen ständig neu formt. Für dieses Debüt wurde die Autorin mit einem der wichtigsten Preise der deutschsprachigen Science-Fiction-Szene ausgezeichnet.
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