Das Buch dokumentiert die Lebensrealitäten queerer nigerianischer Frauen in einer homofeindlichen Gesellschaft und widerlegt Narrative von reinem Leid durch Geschichten von Liebe, Lust und Widerstand. Es ist eine politische Antwort auf repressive Gesetze wie den Same Sex Marriage Prohibition Act und schafft Sichtbarkeit für queere Stimmen in Afrika.
"She Called Me Woman: Nigeria’s Queer Women Speak" ist eine eindringliche Anthologie, die 25 erstehand-Berichte queerer nigerianischer Frauen zusammenfasst. Herausgegeben von Azeenarh Mohammed, Chitra Nagarajan und Rafeeat Aliyu, entstehen diese Geschichten aus Interviews, die quer durch Nigeria geführt wurden. Sie beleuchten das Leben von Frauen unterschiedlicher sexueller Orientierungen, Geschlechtsidentitäten, Ethnien und Religionen – von der Freude erster Liebe über Verrat und Sucht bis hin zu Gewalt, familiärer Ablehnung und dem Kampf mit religiösen Normen.
Der LGBT-Bezug ist zentral: Das Buch widerspricht dem Same Sex Marriage Prohibition Act von 2014, der queere Rechte brutal unterdrückt, und gibt den Frauen eine Stimme in einer feindlichen Gesellschaft. Es zeigt nicht nur Trauma, sondern auch Resilienz, Lust, Gemeinschaft und Stolz – etwa traditionelle Igbo-Praktiken, bei denen Frauen Frauen heiraten können, oder lebendige Lesben-Szenen. Die anonymen Erzählungen betonen Hoffnung und Triumph inmitten von Verfolgung und zeigen, wie queere Nigerianerinnen trotz Angst ein Leben aufbauen. Ein Meilenstein für Sichtbarkeit und Akzeptanz in Afrika.
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