- Autor
- Howard Cruse, geb. 1944
- Genre
- Graphic Novel
- Erscheinungsjahr
- 1995
- Seiten
- 210
- ISBN
- 9782203215467
„Stuck Rubber Baby“ ist eine meisterhafte Graphic Novel von Howard Cruse, die 1995 erschien und im amerikanischen Süden der 1950er und 1960er Jahre spielt. Der Protagonist Toland Polk, ein junger weißer Mann aus Alabama, wächst in einer rassistisch geprägten Kleinstadt auf und entdeckt dort seine Homosexualität. Die Handlung dreht sich um sein Coming-out, eine unerwartete Vaterschaft durch ein „stuck rubber baby“ – ein Kondomunfall – und seine Beteiligung an der Bürgerrechtsbewegung. Toland schließt sich einer Gruppe engagierter Aktivistinnen und Aktivisten an, die gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie kämpfen.
Der LGBT-Bezug ist zentral: Cruse verwebt autobiografische Elemente seines eigenen Coming-outs mit der historischen Realität, thematisiert Unsichtbarkeit, gesellschaftliche Repression und das Erwachen schwuler Identität in einer feindlichen Umgebung. Als Pionierwerk etablierte das Buch Graphic Novels als ernstzunehmendes Medium für queere Geschichten und wurde für seine sensible Darstellung von Intersektionalität zwischen Rasse, Geschlecht und Sexualität gefeiert. Es bleibt ein Meilenstein der queeren Literatur.
Queerer Bezug: „Stuck Rubber Baby“ thematisiert das Coming-out eines schwulen Mannes inmitten von Rassismus und Homophobie während der US-Bürgerrechtsbewegung und verwebt queere Identität mit gesellschaftlichem Aktivismus. Als autobiografisch inspiriertes Werk gilt es als Pionier der queeren Graphic Novels.