Das Buch behandelt zentral die Lebensrealität von Hijras, einer in Südasien verankerten Geschlechtsidentität jenseits der binären Geschlechterordnung. Anjum, die Hauptfigur, ist eine Hijra und Aktivistin für die Rechte inter- und transsexueller Menschen.
Arundhati Roys Roman "Das Ministerium des äußersten Glücks" erzählt die Lebensgeschichten marginalisierter Menschen in Indien. Im Zentrum steht Anjum, eine Hijra, die auf einem Friedhof in Delhi Zuflucht sucht und dort ein Gasthaus gründet, das Ausgestoßene aufnimmt. Der zweite Handlungsstrang folgt einer Menschenrechtsaktivistin, die durch ihre Liebe zu einem Guerillero in den Kaschmir-Konflikt verwickelt wird. Der Roman verbindet persönliche Schicksale mit politischen Umbrüchen Indiens und schafft einen Raum der Solidarität jenseits akademischer Diskurse. Mit poetischer Kraft und tiefem Mitgefühl zeigt Roy die Komplexität von Liebe, Identität und Widerstand in einem zerrissenen Land.
Mehr aus Roman
Die queere Identität der Protagonistin ist Teil ihres Ringens um einen Platz in einem privilegierten, ihr fremden Umfeld...
Ich-Erzähler und schwuler Escort in Toulouse während der Corona-Pandemie, dessen Alltag von Grindr-Dates und der Suche n...
Lesbischer Liebesroman um Kirsten, die Jahrzehnte nach einem gemeinsamen Italien-Sommer wieder mit ihren verdrängten Gef...
Protagonist Austin Hardy ist der erste offen schwule Profi bei einem Grand-Slam-Tennisturnier; der Roman handelt bewusst...