The Sparsholt Affair

Autor
Alan Hollinghurst, geb. 1954
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
544

„Die Sparsholt-Affäre“ von Alan Hollinghurst ist ein epischer Roman, der über acht Jahrzehnte britische Gesellschaftsgeschichte beleuchtet, beginnend im Jahr 1940 in Oxford. Der junge, muskulöse David Sparsholt, ein Ruderer und angehender Kriegsheld, fasziniert seine Kommilitonen, insbesondere den schwulen Literaturstudenten Freddie Green und den einsamen Evert Dax. Inmitten des Zweiten Weltkriegs und der Verdunkelung entstehen geheime, leidenschaftliche Beziehungen, die den Grundstein für einen Skandal legen, der an die Profumo-Affäre erinnert – doch hier im schwulen Milieu mit harten gesellschaftlichen Konsequenzen, inklusive Gefängnisstrafe für Sparsholt.

Später folgt die Geschichte seines Sohnes Jonathan, einem Restaurator, der in der Bohème-Szene homosexuelle Beziehungen offen lebt und sogar mit einem lesbischen Paar ein Kind zeugt. Hollinghurst zeichnet meisterhaft den Wandel der schwulen Emanzipation nach: vom verbotenen Verlangen in den 1940er-Jahren über Verfolgung bis hin zur Akzeptanz und gleichgeschlechtlichen Ehe. Mit scharfsinniger Sprache und subtiler Erotik erforscht der Roman die Kraft der Sexualität und gesellschaftliche Tabus, was ihn zu einem Meilenstein der queeren Literatur macht.

Queerer Bezug: Der Roman beleuchtet die Entwicklung des schwulen Lebens in England über Jahrzehnte, von geheimen Affären und gesellschaftlicher Verfolgung bis zur offenen Akzeptanz und Familie. Homosexualität als zentrales Leitmotiv zeigt den Wandel von Tabu zu Normalität.