Das Buch ist hochrelevant für LGBT-Leser, da der Protagonist Ringil Eskiath ein offener, homosexueller Kriegsheld ist, dessen Sexualität natürlich in die Handlung eingebettet ist und gesellschaftliche Vorurteile thematisiert werden.
Glühender Stahl (Original: The Steel Remains) von Richard K. Morgan ist der Auftakt der Fantasy-Trilogie Zeitalter der Helden. Der entlassene Söldner und Kriegsheld Ringil Eskiath, ein Adliger mit scharfem Schwert und noch schärferem Zynismus, wird von seiner Familie gebeten, seine in Sklaverei verkaufte Cousine zu befreien. Seine Suche führt ihn in eine Welt dunkler Mächte: Die Dwenda, gottähnliche, zeitlose Wesen, planen ihre Rückkehr und bedrohen die Menschheit mit verborgenen, heimtückischen Angriffen. Gemeinsam mit dem nomadischen Krieger Egar Dragonbane und der unsterblichen Kiriathin Archeth, einer Beraterin des Yhelteth-Imperiums, kämpft Ringil gegen diese uralte Prophezeiung.
Der Roman zeichnet sich durch realistische, noirige Charaktere und brutale Action aus. Besonders hervorzuheben ist der LGBT-Bezug: Ringil ist offen homosexuell – ein seltener, authentischer schwuler Protagonist in der Fantasy, dessen Sexualität integraler Bestandteil seiner Persönlichkeit ist, ohne zu dominieren. Morgan thematisiert Homophobie in der Gesellschaft der Geschichte, was Tiefe und Relevanz für queere Leser schafft. Das Buch kritisiert Heldenmythen und bietet eine düstere, innovative Sicht auf das Genre.
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