Polyamore, queere Dreiecksbeziehung im Zentrum der Handlung.
Sibylle und Simon leben am Rand der Gesellschaft im Norden Frankreichs, zwischen künstlerischen Aufbrüchen, Suchtproblemen und der Angst vor der eigenen Zukunft. Als sie den jungen Haroun kennenlernen, wird aus einer zunächst flüchtigen Begegnung eine intensive, alle drei erfassende Leidenschaft. Gemeinsam entscheiden sie sich für eine Dreiecksbeziehung jenseits gesellschaftlicher Erwartungen – müssen sich dafür aber zuerst ihren eigenen Süchten und Verletzungen aus der Vergangenheit stellen.
„Une pieuvre au plafond“ ist der Debütroman der in Lille lebenden Autorin Melvin Mélissa, erschienen im August 2025 bei Éditions Rivages. Die Presse beschreibt den Roman als „punk, queer und aufsässig“, geschrieben in einer lyrischen, oft rohen Sprache, die weder die Härte der Suchterfahrungen noch die Zärtlichkeit zwischen den drei Hauptfiguren beschönigt.
Statt eine klassische Dreiecksgeschichte mit vorhersehbarem Ausgang zu erzählen, interessiert sich der Roman vor allem für den Prozess, in dem sich drei beschädigte Menschen gegenseitig einen Weg aus Selbstzerstörung und Isolation heraus zeigen – ohne dabei einfache Antworten oder ein glattes Happy End zu versprechen.
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