Erzählt die über Jahrzehnte reichende Liebesbeziehung zwischen der Anatomin Marie Biheron und der Botanik-Illustratorin Madeleine Basseporte im Paris des 18. Jahrhunderts als selbstverständliche lesbische Paargeschichte.
Im Paris der Aufklärung begegnen sich zwei Frauen, die auf den ersten Blick wenig verbindet: Eine junge Autodidaktin, die sich mit dem Sezieren von Leichen und dem Formen anatomischer Wachsmodelle einen Platz in einer von Männern dominierten Wissenschaft erkämpft, und eine bereits etablierte Illustratorin, die Pflanzen mit wissenschaftlicher Präzision aufs Papier bringt. Aus einer Mentorinnenschaft wird eine Partnerschaft, die über ein halbes Jahrhundert trägt, durch Salons, Ateliers und die Umwälzungen der Revolution hindurch.
Der Roman erzählt in zehn szenischen Kapiteln, wie sich die beiden Frauen ein selbstbestimmtes Leben und Auskommen erarbeiten, unbeeindruckt von gesellschaftlichen Erwartungen an ihr Geschlecht und ihre Zuneigung zueinander. Nebenfiguren wie ein nervöser Bestsellerautor oder ein vielredender Philosoph geben der Geschichte satirische Leichtigkeit, ohne die Ernsthaftigkeit der Kernbeziehung zu schmälern. Präzise recherchiert und zugleich frei von belehrendem Ton, gilt das Buch als eines der bemerkenswertesten historischen Romane seines Erscheinungsjahres.
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