- Nationalität
- Französisch-Schweizerisch
- Geboren
- 08.11.1935
Alain Delon, geboren am 8. November 1935 in Sceaux bei Paris, war einer der größten Stars des französischen Kinos. Nach einer unsteten Kindheit und Militärdienst in Indochina debütierte er 1957 im Film 'Killer lassen bitten'. Sein internationaler Durchbruch gelang 1960 mit 'Nur die Sonne war Zeuge' als charismatischer Mörder Tom Ripley und 'Rocco und seine Brüder' als selbstopfernder Bruder. Ikonische Rollen folgten: der Auftragskiller Jeff Costello in 'Der eiskalte Engel' (1967), Zorro (1974) und der zwielichtige Händler in 'Monsieur Klein' (1976).
In den 1960er und 1970er Jahren dominierte Delon das europäische Kino, oft in Partnerschaft mit Regisseuren wie Jean-Pierre Melville oder Luchino Visconti. Er produzierte zahlreiche Filme und erhielt Auszeichnungen wie den César 1985 für 'Geschichte eines Lächelns'. Ein LGBT-Bezug ergibt sich aus seiner Darstellung des homosexuellen Barons de Charlus in Volker Schlöndorffs 'Eine Liebe von Swann' (1984), basierend auf Marcel Prousts Roman. Delon, französisch-schweizerischer Staatsbürger, starb am 18. August 2024 in Douchy.